Aus der Vergänglichkeit Lehren fürs Leben ziehen. Das ist die Idee, die zu meinen Beiträgen führt.

Du wirst jeden Tag geboren, wenn du erwachst. Und du stirbst einen kleinen Tod, wenn du einschläfst. Jeden Tag sterben 70 Milliarden Zellen in unserem Körper und werden durch neue ersetzt. Alle sieben bis zehn Jahre hat unser Körper den Großteil seiner Zellen erneuert. 

Lebendig sein und sterben, gleichzeitig, ist kein Widerspruch.  Leben und Tod sind allgegenwärtig.

Jedoch leben wir in einer Kultur, die den Tod fürchtet und verdrängt. Den Tod sehen wir im Kontrast zum Leben. Deshalb schieben wir den Gedanken an eine zeitliche Begrenzung unseres irdischen Daseins weg. Doch wieviel mehr könnte die Besinnung auf ein irdisches Ende unserem Leben Sinn verleihen?

Die Botschaft:

Nehmen wir dem Tod seinen Schrecken und sehen in ihm einen wohlwollenden Lehrmeister. Akzeptieren wir die Vergänglichkeit und stellen sie ins Leben wie die Geburt – als ein großes Geschenk, das uns zum Leben im Hier und Jetzt, zur Verbundenheit mit unserer Natur, zu einem guten Miteinander und zur Entfaltung dessen anregt, was in uns angelegt ist – damit wir die Welt bereichern, solange wir hier sind. Und vielleicht sogar darüber hinaus.

Jörg Hesse