Protokollant

Jörg Hesse (* 1968), ein durch den Einfluss des Lebendigen ins nicht wirklich unlebendige Ostwestfalen gespült. Dort der Kinder wegen geblieben – gebürtige Bielefelder – obwohl es ihn ans noch lebhaftere Wasser zieht.

Mit 13 Jahren erkannt, dass die Worte leicht aus den Fingern aufs damalige Papier fließen. Doch diese Form der angeborenen Lebendigkeit wurde beinahe dem Unlebedingen geopfert, da sich der gutbürgerliche Einfluss während der Jugendjahre in einer pragmatischen, weniger kreativen Berufs- und Lebensplanung manifestierte. Es brauchte viele Jahre, immerwährende Versuche, private Tragödien und sogar eine Begegnung mit dem irdischen Lebensende, bis der nimmermüde Lebensgeist drängend auf sein Entfaltungsrecht pochte, so dass die verbleibenden Jahre auch dazu bestimmt sein sollen, Diener der Worte zu sein. Geschrieben und gesprochen.