Weltreise

 
Auf Reisen
unentwegt.
Im Außen,
um das Vergängliche
zu erkunden.
 
Reiz der Ferne.
Das Unbekannte.
Gleichsam Flucht
vor dem, was ist.
Auf der Suche
nach dem Bess’ren.
Wenn auch nur
für Augenblicke.
 
Segensreiche Zeit,
die uns das ferne Land
versagt.
 
Die neue Reise,
auch die beschwerlichste,
führt den kurzen Weg
nach Innen
ins fernste Land.
Wo das Herz schlägt
und die Seele
kurz verweilt.
Keine Karte.
Kein magnetisch Nord.
Kein Pfad,
den andere schon
betraten.
 
Durchs Dickicht
und durchs Unterholz,
über schmale Grade,
an steilen Wänden
und durch weiße Wasser.
Mit zaghaftem Tritt
und suchendem Blick,
die Hand am schwankenden Ast.
 
Der Weg das Ziel.
Rastloser Aufbruch
zu den Ufern,
die nicht enden.
Zu den Höhen,
die Sterne greifen.
Durch Wüsten,
die Horizonte schlucken.
 
Sturm zum Trotz.
Der Gischt gefeit.
In dürren Zeiten
fiebernd.
Schützend die Hoffnung
im Gepäck.
Und mit ihr
den Schlüssel zur
Ewigkeit.
 
JH

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